Gewürz & Heilkraut
FRÜHLINGSZWIEBEL
(Allium fistulosum)
Ein wichtiges Gewürzgemüse – unverzichtbar in der Hanoier Pho. Wird in der Volksmedizin auch zur Linderung von Erkältungen und Husten eingesetzt.
Gewürz & Heilkraut
18-25°C
Mittelmäßig
Humusreich
Care Notes
Saatgutmenge

FRÜHLINGSZWIEBEL
Allium fistulosum
90%
Kulinarisches40 Tage
Ernte1. Biologie
Krautige Pflanze mit oberflächlich faserigem Wurzelwerk. Röhrenförmige Blätter, 30–40 cm lang. Wenig trockenheits- und staunässeresistent.
Entwicklung: Schnell
2. Verwendung
Ein unverzichtbares Gewürz (Pho, Suppen). In der Volksmedizin gegen Erkältungen und Husten. Hoher wirtschaftlicher Wert.
Verbreitet: 95 %
3. Anbau
33–44 Tausend Horste/1.000 m². Aussaat T8–T9 (früh), T9–T10 (Haupt).
I. ANWENDUNG & WERT
- Kulinarisches: Ein in Nord- und Südvietnam weit verbreitetes Gewürzgemüse. Unverzichtbar in der Hanoier Pho (kurz blanchiert), als Würze in Suppen oder roh.
- Medizin & Volkskunde: Wird zur Linderung von Erkältungen, gegen Husten und für viele weitere Anwendungen in der Volksmedizin eingesetzt.
- Wirtschaft: Der Anbau von Frühlingszwiebeln ist sehr rentabel; es können mehrere Sätze pro Jahr ausgesät werden.
II. BIOLOGISCHE MERKMALE
- Stängel & Wurzeln: Krautig, mit faserigem Wurzelwerk in der obersten Bodenschicht. Wenig trockenheitstolerant, verträgt keine Staunässe.
- Blätter: Röhrenförmig, rund, 30–40 cm lang. Der weiße Scheinstamm wird aus den Blattscheiden gebildet.
- Klima: Bevorzugt ein gemäßigtes Klima (18–25 °C). Lichtliebend (12–13 Stunden/Tag). Hitzetoleranter als Speisezwiebeln.
- Boden: Humusreiche, lockere Erde, sandig-lehmig oder leichter Lehm. pH 6,0–6,5.
III. ANBAU- & PFLEGETECHNIK
1. Pflanzdichte & Sorte
- Pflanzdichte: 33–44 Tausend Horste pro 1.000 m². Pflanzabstand 20 × 15 cm oder 15 × 15 cm.
- Saatgut: 5–7 g Saatgut pro m² oder durch Teilung der Horste vermehren.
2. Pflanzzeit
- Früher Satz: Aussaat T8–9.
- Hauptsaison: Aussaat T9–T10.
- Frühjahrssatz: Aussaat T1–2.
- Südvietnam: Aussaat in der Trockenzeit (T11–T1).
3. Pflege
- Bewässerung: 1–2 Mal pro Tag. 3–5 Tage nach dem Auflaufen das Gießen einstellen, um die Wurzeln zu kräftigen.
- Unkrautbekämpfung: 15–20 Tage nach dem Pflanzen leicht hacken, anhäufeln und Unkraut entfernen.
- Düngung: 3–4 Nachdüngungen; mineralischen Stickstoff nicht im Übermaß einsetzen, um Schädlings- und Krankheitsbefall vorzubeugen.
IV. ERNTE & LAGERUNG
Ernte
- Zeitpunkt: Ernte 35–40 Tage nach dem Pflanzen oder wenn die Pflanze 4–5 Blätter hat.
- Methode: Die Pflanzen können nach und nach gepflückt oder ganze Horste geerntet werden. Ausgedünnte Pflanzen können als Mutterpflanzen für den nächsten Satz verwendet werden.
Aufbereitung & Verpackung
- Vorgehen: Vorsichtig herausziehen, die Erde abschütteln und vergilbte Blätter entfernen.
- Verpackung: Zu Buendeln a 1–2 kg binden, nicht zu fest.
- Hinweis: Vor dem Vermarkten kurz in sauberem Wasser abspülen und einen Teil der Wurzeln entfernen. Quetschungen vermeiden, damit die Pflanzen frisch bleiben.
Lebensbedingungen
Aussaat und Pflanzung
Aussaat oder Verpflanzung der Jungpflanzenhorste.
Pflege
15–20 Tage nach dem Pflanzen: Boden lockern und Pflanzen anhäufeln.
Entwicklung
3–4 Nachdüngungen.
Ernte
35–40 Tage nach dem Pflanzen (Pflanze mit 4–5 Blättern).