Nachhaltige Landwirtschaft
ANBAUTECHNIK FÜR SCHALOTTEN
Detaillierter Leitfaden von der Bodenvorbereitung bis zur ertragreichen Ernte
Nachhaltige Landwirtschaft
Care Notes
Wasserbedarf

1. Biologische Merkmale
Faseriges Wurzelwerk; bevorzugt lockere Erde mit pH 6–6,5. Trockenheitstolerant, verträgt aber keine Staunässe. Liebt Kühle und Licht.
2. Verwendung
Gewürz, in Salz eingelegt. Hilft bei Erkältungen und entgiftet (dank Allicin); gut für die Verdauung.
3. Anbautechnik
Satz September–Oktober (Nordvietnam). Beete 15–20 cm hoch. Pflanzabstand 20 × 15 cm. Anbau über Saatknollen.
I. Anwendung & Wert
Die Frühlingszwiebel wird als beliebtes Gewürz verwendet. Junge Stängel und Blätter sowie reife Zwiebeln können zum Braten, Kochen und Marinieren von Speisen genutzt werden … In Vietnam gibt es das Sprichwort:
Es heißt, zu Schweinefleisch müsse unbedingt Frühlingszwiebel gehören. Alte Frühlingszwiebeln werden – besonders rund um das Tet-Fest – auch in Salz eingelegt. Getrocknete Frühlingszwiebeln sind sehr gut lagerfähig, was zeigt, dass die kleine Frühlingszwiebel deutliche Vorteile gegenüber der einfachen Lauchzwiebel hat.
In der Medizin: Frühlingszwiebeln regen die Verdauung an. In der traditionellen Medizin werden sie gegen Erkältungen, zur Entgiftung, gegen Furunkel u. v. m. eingesetzt … Lauchgewächse enthalten den antimikrobiellen Wirkstoff Allicin; der Verzehr von Lauchgewächsen hilft, Erkältungen und Atemwegsentzündungen im Winter vorzubeugen.
II. Biologische Merkmale
- Wurzelwerk: Faserig, vorwiegend in der obersten Bodenschicht verteilt. Trockenheitstolerant, verträgt aber keine Staunässe.
- Stängel: Der echte Stamm ist sehr kurz und wird im Vietnamesischen als „de gio“ bezeichnet. Der Scheinstamm besteht aus den verdickten, nährstoffspeichernden Blattscheiden und bildet bei ausgewachsenen Pflanzen die Zwiebel.
- Blätter: Röhrenförmig, hohl, rund, 30–40 cm lang, grün; die Oberfläche ist von einer dünnen Wachsschicht überzogen.
- Klima: Liebt ein kühles Klima und ist kältetolerant.
- Licht: Eine lichtliebende Pflanze.
- Boden: Liebt lockere, humusreiche Erde mit neutralem pH von 6–6,5 (verträgt 5–5,5).
III. Anbautechnik
1. Pflanzzeit
- Rotes-Fluss-Delta & nordvietnamesisches Hügelland: Frühe Pflanzung: Anfang September (auf hochgelegene Standorte mit guter Drainage achten).
- Hauptsaison: Mitte September bis Mitte Oktober.
2. Boden und Düngung
Anbauboden: Eine Fruchtfolge mit Nassreis ist empfehlenswert. Sorgfältig pflügen und eggen, krümelig, unkrautfrei. Beete 1,1–1,2 m breit, 15–20 cm hoch, Furchen 25–30 cm breit.
- Gut verrotteter organischer Dünger: 1,5 – 2 t
- Stickstoff (Harnstoff): 13 – 15 kg
- Superphosphat: 30 – 45 kg
- Kaliumchlorid: 15 – 20 kg
* Grunddüngung: Gesamter organischer Dünger + Phosphordünger + 1/3 Kalium (in 7–10 cm tiefen Boden einarbeiten). * Praxistipp: Gut verrotteter Geflügelmist (5–6 Monate kompostiert) ist sehr wirksam. Frischer Mist darf auf keinen Fall verwendet werden.
3. Anbautechnik
- Saatgut: 40–50 kg Saatknollen pro 1.000 m² nötig. Alte Knollen auswählen, Wurzeln kürzen und äußere Schale entfernen (innere Häute nicht komplett abziehen). 2–3 h in einer 2–3-%-Superphosphatlösung einweichen.
- Pflanzdichte: Pflanzabstand 20 × 15 cm oder 15 × 15 cm (33.000 – 48.000 Pflanzen pro 1.000 m²).
- Pflanzung: Die Zwiebeln so tief in die Erde drücken, dass etwa 2/3 der Zwiebel bedeckt sind. Mit feiner Erde bedecken.
- Mulchabdeckung: Nach dem Pflanzen die Beetoberfläche vollständig mit Stroh/Mulch bedecken, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken.
4. Pflege & Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Bis zum Auflaufen 2 Mal täglich gießen (morgens, nachmittags). Anschließend regelmäßig feucht halten (Furchen- oder Schöpfgießen). 3–4 Wochen vor der Ernte das Gießen einstellen.
* Nicht am späten Nachmittag gießen. Kritische Phasen: 35–40 Tage, 50 Tage und 60 Tage nach dem Pflanzen.
3–4 Düngegaben (20–25 Tage, 35–40 Tage, 50 und 60 Tage nach dem Pflanzen). In einer Konzentration von 1–2 % verdünnen, im Abstand von 7–10 cm zum Pflanzenstamm gießen. Nach der Düngung die Blätter mit Wasser abspülen.
* Wichtig: An Tag 50 und 60 zusätzlich Kalium zuführen, um die Knollenbildung zu fördern.
IV. Ernte & Lagerung
- Zeitpunkt: 120–130 Tage nach dem Pflanzen. Wenn die unteren Blätter vergilben und das obere Laub welk wird.
- Vor der Ernte: Das Feld 1 Monat vorher austrocknen lassen.
- Ernte: Die ganze Pflanze herausziehen, die Erde gründlich abschütteln. Auf dem Boden ausbreiten, bis die Schale antrocknet (bei trockenem Wetter).
- Lagerung: Zu Buendeln a 1–2 kg binden, in schwacher Sonne trocknen, bis Stängel und Blätter trocken sind und die Schale eine satte Kupferfarbe hat. An einem kühlen, hochgelegenen Ort aufhängen (am besten dort, wo Kochrauch hingelangt).
- Ertrag: Durchschnittlich 15–20 Tonnen Frischware pro Hektar.
Lebensbedingungen
Düngermenge für 1.000 m²: Gut verrotteter organischer Dünger: 1,5–2 t Stickstoff (Harnstoff): 13–15 kg Superphosphat: 30–45 kg Kaliumchlorid: 15–20 kg * Grunddüngung: Gesamter organischer Dünger + Phosphordünger + 1/3 Kalium (in 7–10 cm tiefen Boden einarbeiten). * Praxistipp: Gut verrotteter Geflügelmist (5–6 Monate kompostiert) ist sehr wirksam. Frischer Mist darf auf keinen Fall verwendet werden. 3. Anbautechnik Saatgut: 40–50 kg Saatknollen pro 1.000 m² nötig. Alte Knollen auswählen, Wurzeln kürzen und äußere Schale entfernen (innere Häute nicht komplett abziehen). 2–3 h in einer 2–3-%-Superphosphatlösung einweichen. Pflanzdichte: Pflanzabstand 20 × 15 cm oder 15 × 15 cm (33.000 – 48.000 Pflanzen pro 1.000 m²). Pflanzung: Die Zwiebeln so tief in die Erde drücken, dass etwa 2/3 der Zwiebel bedeckt sind. Mit feiner Erde bedecken. Mulchabdeckung: Nach dem Pflanzen die Beetoberfläche vollständig mit Stroh/Mulch bedecken, um Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. 4. Pflege & Schädlings-/Krankheitsbekämpfung Bewässerung
Bis zum Auflaufen 2 Mal täglich gießen (morgens, nachmittags). Anschließend regelmäßig feucht halten (Furchen- oder Schöpfgießen). 3–4 Wochen vor der Ernte das Gießen einstellen.
Nachdüngung
3–4 Düngegaben (20–25 Tage, 35–40 Tage, 50 und 60 Tage nach dem Pflanzen). In einer Konzentration von 1–2 % verdünnen, im Abstand von 7–10 cm zum Pflanzenstamm gießen. Nach der Düngung die Blätter mit Wasser abspülen.
Pflanzen & Pflege
Tag 1–20: Saatknollen behandeln, 2/3 der Knolle einpflanzen, mit Stroh abdecken.
Nachdüngung
Tag 20–60: 3–4 Düngegaben. An Tag 50 und 60 Kalium für die Knollenbildung ausbringen.
Knollenentwicklung
Tag 60–100: Feucht halten, Schädlingen und Krankheiten vorbeugen (vertrocknete Blattspitzen).
Ernte
Tag 120–130: Wenn die Blätter vergilben und welken. Frühlingszwiebeln antrocknen lassen.