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Gewürzpflanze

SCHNITTKNOBLAUCH

(Allium tuberosum)

Schnittknoblauch ist ein im Alltag beliebtes Gewürzgemüse. Er wird für Suppen verwendet, mit Mungbohnensprossen eingelegt oder roh gegessen.

Gewürzpflanze

Kühl
Feuchtigkeitsliebend
Locker

Care Notes

Pseudozwiebel/Samen
Schnittknoblauch

SCHNITTKNOBLAUCH

Allium tuberosum

40.000
Horste/1.000 m²
30-35
Tage pro Satz (nach dem ersten Satz)

1. Biologische Merkmale

Zarte krautige Pflanze, 20–30 cm hoch. Flach wachsendes Wurzelwerk. Flache Blätter, weiße Blüten.

Wachstum: Kräftig

2. Verwendung

Für Suppen, roh verzehrt, gegen Husten und zur Verdauungsförderung.

Wert: Hoch

3. Anbautechnik

Satz Oktober–November (oder September). Leichte Lehmböden, sandig-lehmig.

I. ANWENDUNG

Schnittknoblauch ist ein im Alltag beliebtes Gewürzgemüse. Er wird für Suppen verwendet, mit Mungbohnensprossen eingelegt oder roh gegessen. In einer Wantansuppe darf er nicht fehlen.

Schnittknoblauch wird gegen Husten eingesetzt und unterstützt die Verdauung. Der Volksmedizin zufolge sollte er im Frühling verzehrt werden. Wie andere Lauchgewächse enthält er antibakterielle Wirkstoffe. Sein Geschmack ist unverwechselbar.

Bei Schnittknoblauch werden sowohl die Pseudozwiebel als auch die Blätter verwendet.

II. BIOLOGISCHE MERKMALE

  • Stängel & Wurzeln: Schnittknoblauch ist eine zarte krautige Pflanze von 20–30 cm Höhe. Die Basis (echter Stamm) ist kleiner als bei Frühlingszwiebeln. Das flach wachsende Wurzelwerk hat viele Nebenwurzeln und ist in der obersten Bodenschicht verteilt; es verträgt weder Trockenheit noch Staunässe.
  • Blätter & Blüten: Die Blätter sind flach, schmal, dick und an der Spitze zugespitzt. Die Blüten sind weiß und sitzen an einem verlängerten Stiel; einige Blüten stehen doldenartig zusammen. Die Samen sind klein und schwarz.
  • Klima: Schnittknoblauch liebt ein kühles Klima und ist kältetolerant. Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 20–25 °C; die Pflanze braucht viel Licht.
  • Anbauboden: Schnittknoblauch ist feuchtigkeitsliebend, verträgt aber weder Trockenheit noch Staunässe. Erfordert lockere Erde mit aktiver Bewässerung und Drainage.

III. ANBAUTECHNIK

1. Pflanzzeit

Die optimale Pflanzzeit für Schnittknoblauch liegt zwischen Oktober und November; ein früher Satz kann auch im September gepflanzt werden. Schnittknoblauch lässt mehrere Sätze pro Jahr zu.

2. Boden und Düngung

Anbauboden: Sorgfältig pflügen und eggen, krümelig, unkrautfrei. Leichte Lehmböden und sandig-lehmige Böden sind für Schnittknoblauch geeignet. Vor dem Pflanzen den Boden brachliegen lassen, um Unkraut und Krankheitserreger einzuschränken.

Beete anlegen: Beetoberfläche 1,1–1,2 m breit, Beethöhe 0,20–0,25 m, Furchen 0,25–0,30 m.

  • Gut verrotteter organischer Dünger: 1,5 – 2,0 t (oder 25–30 kg mikrobieller Bio-Dünger)
  • Harnstoff: 15 – 20 kg
  • Kaliumchlorid: 13 – 15 kg (oder 100 kg Holzasche)
  • Superphosphat: 25 – 30 kg

* Düngeverfahren: Gesamten organischen Dünger und Superphosphat zusammen mit 1/3 der Harnstoffmenge und 1/3 der Kaliummenge als Grunddüngung in die Pflanzrille oder die Beetoberfläche einbringen. Die Dünger vor dem Pflanzen gleichmäßig mit der Erde vermischen.

3. Saatgutvorbereitung

  • Schnittknoblauch kann vegetativ über die Pseudozwiebel oder sexuell durch Samen vermehrt werden.
  • Üblicherweise wird über die Pseudozwiebel vermehrt. Bei der vegetativen Vermehrung vor dem Pflanzen Wurzeln kürzen und nicht normgerechte Saatknollen aussortieren. Pro Horst 3–4 Brutzwiebeln setzen.
  • Beim Anbau über Saatgut entspricht das Aussaatverfahren dem für Frühlingszwiebeln. Sobald die Pflanzen 4–5 echte Blätter haben, werden sie ausgepflanzt; pro Horst 3–4 Pflanzen setzen.

4. Pflanzabstand & -dichte

Reihen × Horst etwa 15 × 15 cm; Pflanzdichte pro 1.000 m² etwa 40.000 Horste.

IV. ERNTE UND LAGERUNG

  • Ernte: Schnittknoblauch wird vor allem wegen der Blätter angebaut; nach jeder Blatternte wachsen die jungen Blätter sehr kräftig nach, sodass im Verlauf der Wachstumsphase mehrfach geerntet werden kann. 50–60 Tage nach dem Pflanzen erfolgt die erste Ernte. Danach kann etwa alle 30–35 Tage weiter geerntet werden. Bei der Ernte 3–4 cm Stumpf am Pflanzenstamm stehenlassen.
  • Saatgutgewinnung: Schwache, nicht normgerechte Pflanzen aussortieren. Abstand zwischen den Saatpflanzen 10–15 cm; mit Kalium und Phosphor nachdüngen, damit sich die Pseudozwiebeln gut entwickeln. Sobald die Pflanze alt ist und die Blätter welk und trocken sind, ganze Horste ziehen, zu Bündeln binden, in schwacher Sonne oder an einem luftigen Ort trocknen und das Saatgut für die nächste Saison aufbewahren.

Lebensbedingungen

Düngung pro 1.000 m²: Gut verrotteter organischer Dünger: 1,5–2,0 t (oder 25–30 kg mikrobieller Bio-Dünger) Harnstoff: 15–20 kg Kaliumchlorid: 13–15 kg (oder 100 kg Holzasche) Superphosphat: 25–30 kg * Düngeverfahren: Den gesamten organischen Dünger und das Superphosphat zusammen mit 1/3 der Harnstoff- und 1/3 der Kaliummenge als Grunddüngung in die Pflanzrille oder die Beetoberfläche einbringen. Die Dünger vor dem Pflanzen gleichmäßig mit der Erde vermischen. 3. Saatgutvorbereitung Schnittknoblauch kann vegetativ über die Pseudozwiebel oder sexuell durch Samen vermehrt werden. Üblich ist die vegetative Vermehrung. Bei der vegetativen Vermehrung vor dem Pflanzen Wurzeln kürzen und nicht normgerechte Saatknollen aussortieren. Pro Horst 3–4 Brutzwiebeln setzen. Bei der Aussaat entspricht das Verfahren dem für Frühlingszwiebeln. Sobald die Pflanzen 4–5 echte Blätter haben, werden sie ausgepflanzt; pro Horst 3–4 Pflanzen setzen. 4. Pflanzabstand & -dichte Reihen × Horste etwa 15 × 15 cm; Pflanzdichte etwa 40.000 Horste pro 1.000 m². IV. ERNTE UND LAGERUNG Ernte: Schnittknoblauch wird vor allem wegen der Blätter angebaut; nach jeder Blatternte wachsen die jungen Blätter sehr kräftig nach, sodass im Verlauf der Wachstumsphase mehrfach geerntet werden kann. 50–60 Tage nach dem Pflanzen erfolgt die erste Ernte. Danach kann etwa alle 30–35 Tage weiter geerntet werden. Bei der Ernte 3–4 cm Stumpf am Pflanzenstamm stehenlassen. Saatgutgewinnung: Schwache, nicht normgerechte Pflanzen aussortieren. Abstand zwischen den Saatpflanzen 10–15 cm; mit Kalium und Phosphor nachdüngen, damit sich die Pseudozwiebeln gut entwickeln. Sobald die Pflanze alt ist und die Blätter welk und trocken sind, ganze Horste ziehen, zu Bündeln binden, in schwacher Sonne oder an einem luftigen Ort trocknen und das Saatgut für die nächste Saison aufbewahren. Düngung (pro 1.000 m²) 1,5–2 t organischer Dünger 15–20 kg Harnstoff 25–30 kg Superphosphat 13–15 kg Kaliumchlorid Wachstumsprozess Pflanzen

Oktober–November (Pseudozwiebel/Samen)

Pflege

Bewässerung, Feuchtigkeit halten

1. Ernte

Nach 50–60 Tagen

Folgegaben

Alle 30–35 Tage