Nutz- und Gewürzpflanze
PFEFFER
(Piper nigrum L)
Pfefferkörner sind ein in vielen Gerichten beliebtes Gewürz. Pfeffer ist scharf, verlockend aromatisch und wärmend. Er regt die Verdauung an und verbessert den Geschmack der Speisen.
Nutz- und Gewürzpflanze
Care Notes

PFEFFER
Piper nigrum L
1. Biologische Merkmale
Kletternder Stamm mit Haftwurzeln an jedem Knoten. Blätter ähnlich denen des Betelpfeffers. Schwanzförmige Blütenstände. Kugelige Früchte mit einem Samen.
2. Verwendung
Beliebtes Gewürz. Fördert die Verdauung. Wichtiges Exportprodukt.
3. Anbautechnik
Anbau über Schoss-/Stamm-Stecklinge. Stützpfähle (Nocken) und Schattenbäume nötig. Regelmäßig düngen.
I. ANWENDUNG
Pfefferkörner sind ein in vielen Gerichten beliebtes Gewürz. Pfeffer ist scharf, verlockend aromatisch und wärmend.
Pfeffer regt die Verdauung an und verbessert den Geschmack der Speisen. Pfeffer ist ein wichtiges Exportprodukt.
II. BIOLOGISCHE MERKMALE
- Stamm und Blätter: Pfeffer ist eine mehrjährige Industriekultur; der Stamm ist eine Kletterranke. An jedem Knoten können adventive Wurzeln entstehen, mit denen sich die Pflanze an anderen Pflanzen festhält. Die Blätter stehen wechselständig am Stamm, ähneln Betelblättern, sind aber spitzer, grüner und härter als diese.
- Blüten und Früchte: Die Pfefferdolde hat die Form eines Eichhörnchenschwanzes; eine Dolde trägt etwa 20–30 Früchte. Die Früchte sind kugelig und enthalten je nur einen einzigen Samen.
- Klima: Pfeffer liebt ein warmes Klima, ist hitzetolerant und feuchtigkeitsliebend, verträgt aber keine Staunässe.
- Anbauboden: Der Anbauboden für Pfeffer muss einen 50–100 cm tiefen Bearbeitungshorizont haben, humusreich sein, eine gute Bewässerung und Drainage aufweisen und einen pH-Wert von 5,5–7 haben. Pfeffer kann auf vielen Bodenarten wachsen, doch rote Basaltböden sind am geeignetsten; auch Schieferböden oder angeschwemmte Schwemmlandböden sind möglich … Böden mit einer Neigung von 5° sind für den Pfefferanbau besonders geeignet.
III. ANBAUTECHNIK
1. Pflanzzeit
Der Klimawandel ist derzeit sehr komplex und bereitet den Produzentinnen und Produzenten viele Schwierigkeiten. Daher müssen die Landwirte rechtzeitig geeignete Anpassungsmaßnahmen ergreifen. Pfeffer wird hauptsächlich in Quang Tri, im südöstlichen Vietnam und im zentralen Hochland angebaut. Die Anbauzeit variiert je nach Wetterbedingungen der Region und nach Sortenmerkmalen.
2. Anzucht & Vermehrung
Pfeffer wird vor allem über Schoss- und Stamm-Stecklinge vermehrt. Laut dem Anbau-Leitfaden für Pfeffer in Chu Se der Vietnam Pepper Association (VPA) 2012 gelten folgende Steckling-Standards:
- Pfeffer-Schoss-Stecklinge: Mittleres Triebalter (halbverholzt), mit 3–4 Knoten, ohne Schädlings- oder Krankheitsbefall. Schosse aus Plantagen über 4 Jahre Bestand verwenden; vor dem Anwurzeln alle Blätter entfernen.
- Pfeffer-Stamm-Stecklinge: Mittleres Triebalter (halbverholzt), kräftig, mit 4–6 Knoten, an denen Haftwurzeln gut ausgeprägt sind. Die Stecklinge werden aus 12–18 Monate alten Pfefferplantagen oder aus Vermehrungsplantagen gewonnen. Die Stecklinge werden 25–30 cm über dem Boden entnommen; junge Triebspitzen werden entfernt und einige Blätter am Steckling abgeschnitten.
Topfgröße 25 × 15–16 cm, mit 8–10 Abzugslöchern am Boden. Es können auch Plastiktüten als Pflanztöpfe verwendet werden. Pro Topf 1,5 kg Oberboden mit 0,5 kg gut verrottetem Dünger und 30 g Superphosphat mischen. Die Mischung vor dem Stecken gründlich verrühren. Pro Topf 1–2 Stecklinge setzen, dabei müssen mindestens 2 Knoten tief in der Erde liegen. Täglich gießen, um die Feuchtigkeit zu halten, und Schattendächer aufstellen.
Sobald die Stecklinge austreiben, schrittweise weniger Schatten geben und das Licht erhöhen. Bei 4–5 Blättern können die Stecklinge ausgepflanzt werden.
3. Düngung (pro Pflanze und Jahr)
Laut Unterlagen der Vietnamesischen Akademie der Wissenschaften:
- Erstes Jahr: 10–15 kg gut verrotteter organischer Dünger; 150 g Harnstoff, 300 g Superphosphat und 80 g Kaliumchlorid (KCl). Den gesamten organischen Dünger und Phosphordünger als Grunddüngung ins Pflanzloch geben; zusätzlich vor dem Pflanzen 1/3 der Stickstoff- und 1/3 der Kaliummenge ausbringen. Die Dünger müssen unbedingt mit Erde vermischt werden.
- Zweites Jahr: 15 kg gut verrotteter organischer Dünger; 200 g Harnstoff; 300 g Superphosphat und 120 g Kaliumchlorid (KCl).
- Drittes Jahr: 15–20 kg gut verrotteter organischer Dünger; 300–500 g Harnstoff; 450–500 g Superphosphat und 200 g Kaliumchlorid (KCl). Mineralischen Stickstoffdünger nicht im Übermaß einsetzen.
4. Pflanzabstand und -dichte
Pflanzabstand und Pflanzdichte beim Pfeffer richten sich nach den Sortenmerkmalen, der Art der Stützpfähle und der Anzahl der Ranken pro Stützpfahl.
- Tote Stützpfähle (Holz, Beton): Abstand 2 × 2,5 m bis 2,5 × 2,5 m, Pflanzdichte etwa 1.600 – 2.000 Pfähle pro Hektar.
- Sorte „Tieu se“: Abstand 1,8 × 2 m pro Stütze und 2 Ranken, Pflanzdichte etwa 2.700–2.770 Stützen/ha.
- Lebende Stützpfähle (Jackfruchtbaum, Korallenbaum, Wrightia): Am besten 1–2 Jahre im Voraus pflanzen und tief graben, damit die Wurzeln nicht um Nährstoffe konkurrieren.
5. Anbautechnik
40–50 cm tiefe Pflanzlöcher mit ähnlichem Durchmesser ausheben. Reihen in Ost-West-Richtung anordnen. Die Wurzelballen 20–25 cm vom Stützpfahl entfernt platzieren, die Plastiktüten entfernen und mit Erde abdecken. An gegossenen oder Holzpfählen können 2 Stecklinge oder 2 Wurzelballen pro Pfahl gepflanzt werden; rund um den Pfahl 6–7 Löcher ausheben, deren Rand 12–15 cm vom Pfahlrand entfernt liegt. Backstein-Pfähle mit einem Durchmesser von 70–80 cm.
6. Pflege
- Sobald die Ranken 25–30 cm lang sind, an die Stütze binden. In der Regenzeit alle 5–7 Tage anbinden, in der Trockenzeit alle 10 Tage.
- Sobald die Pflanze 1–1,2 m hoch ist, auf 3–4 Knoten zurückschneiden und 2 Triebe stehenlassen. Zweiter Rückschnitt, wenn die Triebe 10 Knoten haben (4–5 Knoten stehenlassen). 4–5 Mal beschneiden, damit eine kräftige, große Krone entsteht.
- Jahr 1: Nach 1–2 Monaten 50 % Harnstoff + Kalium in eine Furche rund um den Pflanzenstamm einbringen. Am Ende der Regenzeit den Rest ausbringen.
- Jahr 2: Den gesamten organischen Dünger sowie 50 % Harnstoff + Kalium ausbringen. Den Rest in der Mitte der Regenzeit ausbringen.
- Jahr 3: Nach der Ernte ebenso düngen.
IV. ERNTE UND LAGERUNG
- Pflanzzeit: 8–10 Monate nach der Blüte sind die Früchte reif. Hauptsächlich wird von Dezember bis April geerntet. Pro Jahr sind zwei Ernten möglich.
- Klassifizierung: Schwarzer Pfeffer: Aus noch nicht vollreifen Beeren (mit roten/gelben Früchten) geerntet. Beim Trocknen wird die Schale schwarz und runzelig. Schärfer und aromatischer als weißer Pfeffer.
- Weißer Pfeffer: Aus vollreifen roten Beeren geerntet, geschält; die Körner sind elfenbeinweiß bis gräulich.
- Roter Pfeffer: Aus vollreifen Beeren geerntet, nachgereift; mit besonderer Technik wird die rote Farbe erhalten. Der Exportwert ist 3- bis 4-mal höher als der von schwarzem Pfeffer.
Lebensbedingungen
Anzucht / Pflanzung
Stecklinge aus Schoss- oder Stammtrieben
Pflege im 1.–2. Jahr
Bewässerung, Schattendach aufstellen, Düngung
Blüte – Fruchtbildung
Reift 8–10 Monate nach der Blüte
Ernte
Dezember – April