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Gewürzpflanze

REISFELDKRAUT

(RAU OM)

Reisfeldkraut wird zusammen mit anderen Frischkräutern oder in sauer-scharfen Suppen und Fischsuppen verwendet. In gedämpftem Lammfleisch (Tai De) darf Reisfeldkraut nicht fehlen, damit es richtig gut schmeckt.

Gewürzpflanze

Warm
Hoher Wasserbedarf
Teichschlamm

Care Notes

Stecklinge (Hom)

Wasserbedarf

Wassergebundene Umgebung wie ein Reisfeld
Reisfeldkraut (Rau Om)

REISFELDKRAUT

RAU OM

Marke
Klassisch
25-30
Erntetag

1. Merkmale

Weiche, hohle krautige Pflanze mit zarter Behaarung. Wassersuchendes faseriges Wurzelwerk. Aromatische Blätter mit gesägtem Rand.

Wasserliebend: 95 %

2. Verwendung

Gewürzkraut (für sauer-scharfe Suppen, gedämpftes Lammfleisch). Heilkraut gegen Nierensteine, harntreibend.

3. Technik

Wie ein Reissaatbeet anlegen. Einen Wasserstand von 4–5 cm halten. Schnelle Ernte mit kräftigem Wiederaustrieb.

I. Anwendung & Wert

Kulinarisches: Reisfeldkraut ist die Seele sauer-scharfer Suppen und Fischsuppen. Besonders bei gedämpftem Lammfleisch (Tai De) ginge ohne Reisfeldkraut der charakteristische Geschmack verloren.

Heilwirkung: Wird zur Behandlung von Harnsteinen, als Diuretikum und gegen Erkältungen eingesetzt.

II. Biologische Merkmale

  • Wurzelwerk: Faserig, kurz, aus den Knoten des Stängels wachsend. Bevorzugt eine sehr feuchte Umgebung mit Wassernähe.
  • Stängel: Krautig, weich, hohl, weiß oder violett. Aufgrund der zarten Behaarung haftet leicht Staub und Schmutz an der Pflanze – vor dem Verzehr gründlich abspülen. 20–30 cm hoch.
  • Blätter & Blüten: Die einfachen, sitzenden Blätter haben einen gesägten Rand, sind hellgrün und stehen gegenständig oder quirlig. Die Blüten sitzen in den Blattachseln und sind hellviolett.
  • Standort: Liebt warmes Klima und ist hitzetolerant. Wächst an Gräben, Bächen, Teichen oder auf nassen Feldern. Leichte Lehmböden oder Teichschlamm sind ideal.

III. Anbautechnik

1. Pflanzzeit & Anbauboden

  • Pflanzzeit: Am besten im Februar/März. Eine frühe Pflanzung ist bereits Ende Januar möglich.
  • Bodenvorbereitung: Den Boden gründlich wie ein Reissaatbeet vorbereiten und unkrautfrei halten.
  • Beete anlegen: Beetoberfläche 1,1–1,5 m breit; Furchen 0,25–0,30 m.

2. Düngung (pro 1.000 m²)

  • Organischer Dünger: 1,0 – 1,5 t
  • NPK: 30 – 40 kg
  • Superphosphat: 15 – 20 kg
  • Kaliumchlorid: 10 – 15 kg

* Grunddüngung: Gesamter organischer Dünger, Phosphor, 1/3 NPK und 1/3 Kalium. Vor dem Pflanzen gleichmäßig in die Beetoberfläche einarbeiten.

3. Pflanzen & Pflege

  • Vermehrung: Vegetativ über Stecklinge. Kräftige, 18–20 cm lange, krankheitsfreie Pflanzen auswählen.
  • Pflanzung: Mindestens 2 Knoten in die Erde stecken. Abstand: 10 × 10 cm oder 12 × 10 cm.
  • Pflege: – Bewässerung: Einen Wasserstand von 4–5 cm dauerhaft halten (Überflutung). Sauberes Wasser verwenden. – Nachdüngung: Nach 12–15 Tagen (bei neuem Blattaustrieb). 7–10 kg Mehrnährstoffdünger pro 1.000 m² ausbringen. Gleichmäßig streuen; das Feldwasser löst den Dünger.
  • Schädlinge/Krankheiten: Wenig anfällig. Integrierte Maßnahmen anwenden; chemische Pflanzenschutzmittel begrenzen (bei Bedarf biologische Mittel einsetzen).

IV. Ernte

  • Zeitpunkt: 25–30 Tage nach dem Pflanzen kann der erste Erntesatz geerntet werden.
  • Folgesatz: Im Abstand von 20–22 Tagen.
  • Ernte: 5–6 cm über der Wasseroberfläche abschneiden. Zu Bündeln binden, alte Blätter entfernen und säubern.
  • Hinweis: Nach jeder Ernte mit Stickstoff und Kalium nachdüngen. Wenn der Ertrag nachlässt, das Feld räumen und einen neuen Satz pflanzen.

Lebensbedingungen

Pflanzen

Februar–März: Stecklinge stecken.

Pflege

Einen Wasserstand von 4–5 cm halten. Nachdüngung an Tag 12–15.

Erster Erntesatz

Tag 25–30.

Folgeernte

Zyklus von 20–22 Tagen.