Gewürz & Heilkraut
CHILI
(Capsicum fructescens)
Chili ist von Nord nach Süd ein verbreitetes Gewürz, das den Appetit anregt und als wertvolles Heilkraut gegen Verdauungsbeschwerden und Schmerzen eingesetzt wird. Der Anbau ist sehr rentabel; Chili ist außerdem ein wertvolles Exportprodukt.
Gewürz & Heilkraut
Care Notes

CHILI
Capsicum fructescens
1. Merkmale
Einjährig oder ausdauernd, mit verholzender Basis. Vielfältige Fruchtformen, nach unten oder nach oben gerichtet.
2. Verwendung
Frisches Gewürz, getrocknete Chilis, Chilipaste. Heilkraut zur Unterstützung der Verdauung.
3. Anbau
Anbau in den Frühlings-Sommer- und Herbst-Winter-Sätzen. Fruchtfolge mit Nassreis, um Schädlingen und Krankheiten vorzubeugen.
I. Anwendung
Chili ist von Nord nach Süd ein sehr verbreitetes Gewürz. Seine Schärfe regt den Appetit an und macht ihn zu einem allgegenwärtigen Gewürz auf vietnamesischen Tellern. Er wird in Dipps wie Fischsoße, Sojasoße oder Sojabohnenpaste usw. eingesetzt … In bestimmten Suppen darf Chili nicht fehlen, etwa in Fischsuppe, Krabbensuppe oder Rieu Cua.
Chili ist auch Rohstoff für getrocknete Chilis und Chilipaste und außerdem ein Heilkraut gegen verschiedene Beschwerden: Verdauungsbeschwerden, Schmerzen. Chili ist zudem ein wertvolles Exportprodukt. Der Anbau von Chili ist sehr rentabel.
II. Biologische Merkmale
- Stängel & Wurzeln: Einjährige oder ausdauernde Pflanze; bei ausgewachsenen Pflanzen verholzt die Basis. Verzweigungsfreudig.
- Blätter & Blüten: Die Blätter stehen wechselständig, sind hellgrün und glatt. Die Blüten sitzen in den Blattachseln und sind weiß.
- Früchte: Sehr unterschiedlich in Größe, Farbe und Form. Die meisten Sorten tragen die Früchte nach unten gerichtet („Chi Dia“), einige nach oben („Chi Thien“).
- Klima: Liebt ein warmes, gemäßigtes Klima, ist hitzetolerant, liebt starkes Licht und ist mäßig trockenheitstolerant. Verträgt keine Staunässe oder zu hohe Luftfeuchtigkeit während der Blüte.
- Anbauboden: Am besten leichte Lehm- oder mittelschwere sandig-lehmige Böden, humusreich, mit guter Bewässerung und Drainage und neutralem pH-Wert. Saure Böden müssen gekalkt werden.
III. Anbautechnik
1. Pflanzzeit
Aufgrund des komplexen Klimawandels müssen Landwirte aktiv reagieren. In warmen Regionen ist ein ganzjähriger Anbau möglich.
2. Aussaat & Jungpflanzenanzucht
- Bodenvorbereitung: Fruchtfolge mit nicht verwandten Kulturen, Brachelegen, Unkrautfreiheit, Düngung mit gut verrottetem organischem Dünger und Phosphor.
- Aussaatdichte: 1,5–2,0 g Saatgut pro m². Saatgut mit feiner Erde mischen, um es gleichmäßig zu verteilen; mit einer dünnen Erdschicht und Stroh bedecken.
- Pflege: 1–2 Mal pro Tag gießen. Sobald sich 1–2 echte Blätter gebildet haben, 3–4 Tage nicht gießen, um die Wurzeln zu kräftigen.
- Auspflanzen: Sobald die Jungpflanzen 4–5 echte Blätter haben, werden sie ausgepflanzt. In Folientunneln gezogene Pflanzen werden früher ausgepflanzt, damit sie nicht vergeilen.
3. Boden & Düngung
Bodenvorbereitung: Konsequente Fruchtfolge (am besten mit Nassreis). Beete 1,1–1,2 m breit, 25–30 cm hoch, Furchen 25–30 cm breit.
- Gut verrotteter organischer Dünger: 1,5 – 2 t (gut verrotteter Hühner-/Entenmist ist sehr geeignet)
- NPK: 50 – 60 kg
- Harnstoff: 25 – 30 kg (nicht im Übermaß)
- Kaliumsulfat: 30 – 35 kg
* Grunddüngung: Gesamter organischer Dünger + Phosphordünger + 1/2 NPK + 1/3 Kalium. Im Pflanzloch gleichmäßig vermischen.
4. Pflanzabstand
Übliche Abstände: Reihe × Reihe: 50–60 cm, Pflanze × Pflanze: 35–40 cm. Pflanze mittig ins Pflanzloch setzen, Erde anhäufeln und leicht andrücken, dabei nur den Bereich unter den beiden Keimblättern mit Erde bedecken.
5. Pflege
- Bewässerung: Nach dem Pflanzen feucht halten (1–2 Mal täglich). In den Phasen Blüte und Fruchtansatz ausreichend wässern. Furchenbewässerung möglich (halbes Beet fluten und wieder abziehen). Bei starkem Regen rechtzeitig entwässern.
- Bodenlockerung und Anhäufeln: 15–20 Tage nach dem Pflanzen die Kruste aufbrechen, jäten und leicht anhäufeln. Vor dem Aufbau des Stützgerüsts hoch anhäufeln.
- upgrade Nachdüngung: In den Phasen Wurzelbildung, Wiedergrünwerden, Blattbildung, Knospenbildung, Hauptblüte und Hauptfruchtphase. Anwendung: Auf 1–2 % verdünnen oder trocken im Abstand von 7–10 cm zum Pflanzenstamm/zwischen zwei Reihen ausbringen und anschließend wässern. In der Fruchtphase mit Kalium nachdüngen.
- cut Triebbeschnitt & Stützgerüst: – Triebe nahe dem Pflanzenstamm entfernen, um die Nährstoffe auf die Hauptpflanze zu lenken. – Nach 30–35 Tagen ein Stützgerüst aufbauen: pro Pflanze 1 Pfahl; mit weichem Bindfaden im Zickzack zwischen zwei Reihen verbinden (Etagenabstand 25–30 cm).
- pest_control Schädlings- und Krankheitsbekämpfung: Grüne Raupen, Fruchtbohrer, Anthraknose, Welkekrankheit … Integrierte Bekämpfung (Fruchtfolge, ausgewogene Düngung). Pflanzenschutzmittel nur im Befallsfall einsetzen und die Sicherheitsregeln strikt einhalten.
IV. Ernte & Saatgutgewinnung
- Ernte: Wenn die Früchte reif oder fast reif sind (nachreifen lassen). Schonend pflücken, damit der nächste Satz nicht beeinträchtigt wird.
- Saatgutgewinnung: Gute Pflanzen auswählen, Früchte aus der Mitte des Stammes nehmen und vollständig ausreifen lassen. Trocknen, ausdreschen, säubern und luftdicht aufbewahren. Hinweis: Die Schärfe ist sehr unangenehm; bei der Saatguternte sollten Schutzausrüstung (Handschuhe, Schutzbrille) getragen werden.